04.05.2010 - Meldung
Zum dritten großen Verbundworkshop von KLIMZUGNordhessen (Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten) haben sich die beteiligten Akteure aus Wissenschaft und Verwaltung im Regierungspräsidium Kassel getroffen.
Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke begrüßte die Gäste aus dem Projekt und wünschte Ihnen gute Tagungsergebnisse. Es sei jetzt wichtig, dass die Verzahnung zwischen Wissenschaft und regionaler Verwaltung intensiviert werde und dazu müssten den politischen Entscheidungsträgern umfassende und zielgruppengerechte Informationen geliefert werden, so der Regierungspräsident.
Hintergrund: KLIMZUG-Nordhessen
Im Rahmen des transdisziplinären Verbundprojekts KLIMZUGNordhessen werden Strategien, Maßnahmen und Instrumente zur Anpassung an Klimaänderungen entwickelt und umgesetzt. Schwerpunkt ist die Erprobung von drei neuartigen Governanceinstitutionen. Das Netzwerk, bestehend aus Forschungseinrichtungen,
nordhessischen Wirtschaftsunternehmen und Gebietskörperschaften,
entwickelt eine gemeinsame Sicht auf die Herausforderungen, erarbeitet praxisgerechte Lösungen und integriert diese in Entscheidungsprozesse. Ziel ist ein nachhaltig wirksames Anpassungskonzept für Nordhessen.
Das KLIMZUG-Nordhessen-Verbundprojekt besteht aus 18 Forschungs- und neun Praxisprojekten, die verschiedene Handlungsfelder abdecken. Im Handlungsfeld Ressourcennutzung werden z. B. ein klimaangepasster Energiepflanzenanbau, Entscheidungshilfen für eine standortgerechte Baumartenwahl und Empfehlungen für ein Management der Wasserressourcen erarbeitet. Im Handlungsfeld Energie entwickeln die Verbundpartner eine flexible, dezentrale Energieversorgungseinheit sowie eine solargetriebene landwirtschaftliche Trocknungsanlage und suchen nach Lösungen, um die sommerliche Überhitzung von Gebäuden zu vermeiden. Die Forscher im Handlungsfeld Verkehr entwickeln Konzepte, die den öffentlichen Personennahverkehr stärken sowie eine effizientere Organisation im Kraftfahrzeugverkehr ermöglichen. Im Gesundheitsbereich einschließlich des Ausbildungsbereiches liegen Schwerpunkte auf der Gefahr sich ausbreitender Krankheiten und auf besonders vom Klimawandel betroffenen Bevölkerungsgruppen. Klimatisch sensible Bereiche des Tourismus wie z. B. der Wintersport- und Kurbetrieb werden auf Erfolg versprechende Anpassungsmaßnahmen hin überprüft.
Regierungspräsidium Kassel