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Ergebnisse aus Modellprojekt vorgestellt:

25.05.2010 - Pressemitteilung
Nordhessische Kommunen auf dem Weg der Klimaneutralität
 

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister haben heute, Freitag, 21. Mai 2010, den Leitfaden „Sieben Schritte auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune“ vorgestellt.
Dieser zeigt die Handlungsspielräume für eine langfristige kommunale Klimapolitik auf. Hierzu gehören vor allem die Integration des Klimaschutzes in die Stadtentwicklungs-, Verkehrs- und Bauleitplanung sowie die Umsetzung neuer Technologien bei kommunalen Stadtwerken, Regionalversorgern  und Dienstleistungsverbünden.
Entwickelt wurde der Leitfaden vom Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet). deENet hat das Modellprojekt „Strategien von Kommunen zur Erreichung von Klimaneutralität“ der Landesregierung mit den Kooperationskommunen Eschwege, Lichtenfels (Hessen) und Wolfhagen durchgeführt.
„Aus den Ergebnissen dieses Modellprojekts ist eine Richtschnur für andere Gemeinden entstanden. Der Leitfaden gibt ihnen eine Anleitung an die Hand, welchen Weg sie zur Klimaneutralität beschreiten können“, erklärte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. Für viele Regionen seien Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien ein Leitmotiv geworden. Gerade in Nordhessen habe man die Chancen dieser Entwicklung erkannt. „Klima- und Energieeffizienz leisten in Unternehmen der Region heute schon einen Beitrag zur Entwicklung neuer Technologien. Und sie helfen, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen“, so Lübcke.
Staatssekretär Mark Weinmeister lobte die gute Kooperation zwischen den Kommunen Eschwege, Lichtenfels und Wolfhagen: „Im interkommunalen Austausch können wir die vorhandenen Stärken bündeln und regionale Wirtschaftskraft stärken.“ Den kommunalen Klimaschutz nannte der Staatssekretär  eine wichtige Säule in der Klimastrategie des Landes Hessen, die Innovation mit lokaler Wertschöpfung verbindet. Energie- und klimaeffiziente Gebäude- und Verkehrskonzepte spielen eine genauso große Rolle wie der Ausbau erneuerbarer Energiequellen unter Beteiligung aller Akteure.

Dr. Martin Hoppe-Kilpper, Geschäftsführer von deENet, erklärte die Entstehungsgeschichte des Leitfadens: „In den drei Modellkommunen haben wir gemeinsam mit den kommunalen Energieversorgern, lokalen Unternehmen und den Bürgern Klimaschutzstrategien entwickelt. Auf deren Grundlage und dem Ist-Zustand wurden Umsetzungsstrategien entwickelt, sowie Maßnahmen, die im Rahmen der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung umgesetzt werden können.“ Anschließend habe man anhand der im Projekt erarbeiteten Kriterien den Leitfaden erstellt, um die Erkenntnisse anderen Kommunen zur Verfügung zu stellen. „Der Leitfaden gibt nicht nur Hinweise zu den technischen Möglichkeiten, sondern soll auch helfen, den Prozess zur Klimaneutralen Gemeinde auf eine breite Basis zu stellen. Dazu gehört besonders die frühzeitige Beteiligung von Bürgern und der lokalen Wirtschaft“, so Hoppe-Kilpper abschließend.


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