Regierungspräsidium Kassel engagiert sich in der Fortbildung von Talsperrenwärtern
26.04.2010 - Meldung
Im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Kassel gibt es 14 Stauanlagen, über die das Dezernat 31.2 Oberirdische Gewässer, Hochwasserschutz die Aufsicht führt. Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken haben vielfältige Funktionen. So werden einige für die Energieversorgung und den Hochwasserschutz eingesetzt, andere erfüllen Aufgaben in der Trinkwasserversorgung und der Niedrigwasseranreicherung. Sehr oft übernehmen sie mehrere dieser Aufgaben gleichzeitig. Die Wasserflächen haben einen großen Stellenwert für den Freizeit- und Erholungssektor und sind damit Teil der regionalen touristischen Infrastruktur.
Vor Ort werden die Anlagen von Talsperrenwärtern, Stauwärtern bzw. -meistern betreut. Diese Mitarbeiter sind in der Regel ausgebildete Handwerker. Es gibt keine eigene Ausbildung für Staupersonal, sagt Albert Kreil, der zuständige Dezernatsleiter beim RP. Deswegen ist es notwendig, das Wissen, welches für den Betrieb und die Wartung der Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken benötigt wird, zu vermitteln, so Kreil.
Auf dieses Fortbildungsangebot und seine Bedeutung wies das Dezernat mit seinen Partnern bei einem Infostand im Rahmen des 15. Deutschen Talsperrensymposium hin. Diese Fachveranstaltung fand vom 14. bis 16. April in Aachen statt. Die Mitarbeiter des RP Kassel und ihre Kollegen konnten ein reges Interesse an ihrem Angebot verzeichnen und zogen ein positives Fazit ihres Engagements.
Seit 1991 engagiert sich das Regierungspräsidium Kassel zusammen mit Vertretern aus dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen, der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, der Thüringer Fernwasserversorgung, des Talsperrenbetriebes Sachsen- Anhalt sowie der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V. in der Fortbildung des Staupersonals. In bisher 38 Seminaren wurden mehr als 1700 Talsperrenwärter für ihre Aufgaben fit gemacht.